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Kenntnis der Zielgruppe und enger Kundenkontakt ermöglichen es, zufriedene, interessierte Kunden zur Abgabe einer (positiven) Bewertung zu aktivieren.

Laut und vernehmlich: Lassen Sie über sich berichten.

Geschäftsprozesse: Bewertungen

Wie gelangen Ihre Wettbewerber zu dutzenden positiver Bewertungen, die sich im Internet verbreiten? Neben einem gewissen Quentchen Glück mit deren Kunden war es geplante und konsequente Arbeit. Neben dem hochwertigen Produkt oder der herausragenden Leistung, die Sie ebenfalls anbieten, muss noch etwas eine Rolle spielen.

Ihren Wettbewerbern ist es gelungen, einen bestimmten Teil ihrer Kunden zu aktivieren. Im vorhergehenden Satz kommt es sowohl auf bestimmten Teil ihrer Kunden als auch auf aktivieren an. Es bedarf eines engen Kundenkontaktes um zufriedene Kunden, die als Multiplikator auftreten können, zu identifizieren. Es bedarf eines geregelten, eindeutigen Prozesses, die identifizierten Kunden zu aktivieren. Können Sie uns mal bewerten? als Zuruf reicht kaum aus. Viele Kunden kennen die Gepflogenheiten nicht, möchten sich keine Mühe machen, haben Angst, ihre Identität preiszugeben.

Auch eine offensichtliche Standardformulierung ohne Vorankündigung per E-Mail zugesendet, ist nicht nur Spam und verboten, sondern wird kaum Wirkung erzielen. Statt dessen ist es erforderlich, die (nicht offensichtlich unzufriedenen) Kunden anzusprechen, sie zu fragen, ob sie eine Bewertung vornehmen würden. Eine E-Mail, soweit das Einverständnis eingeholt wurde, erinnert an das Gespräch und gibt eine kurze Handlungsanleitung, wie und vor allem wo die Bewertung abgegeben werden soll. Das Angebot, bei allen Fragen gern zu helfen und eine Danksagung runden die Bitte ab.

Dem geht selbstverständlich voraus, eine Liste von Diensten zusammenzustellen, in denen man gern Bewertungen bekommen würde. Immer mehr Websites werben mit dieser Möglichkeit, nur wenige jedoch erreichen damit viele Menschen. Aber auch jene, die eine sehr hohe Besucherzahl gewinnen konnten, sind immer wieder mit dem Argwohn, Lobhudeleien der Anbieter Raum zu geben, konfrontiert. In manchen Branchen gibt es Tests z. B. der Stiftung Warentest, in anderen Branchen hilft nur der Blick auf Reichweite und Besucherzahl. Generell gilt: Dienste, deren Datenbestand die Quelle anderer Dienste ist, sind unbedingt zu bevorzugen, da sie sich selbst wie ein Multiplikator verhalten.

Je näher ein eigenes Inserat und die Kundenbewertung liegen, desto ausgeprägter ist der Argwohn der Leser. Auf der anderen Seite nutzt eine perfekte Bewertung nur wenig, wenn der Weg des Kunden zur Konversion zu weit ist. Diese Lücke zu schließen hilft das Bewertungsmanagement.

Zum Schluss: Steuern Sie Ihre Kundenbewertungen möglichst aktiv. Wenn Sie es nicht tun, geschieht es trotzdem - nur mit unkalkulierbarem Ergebnis!

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