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Ein Unternehmen wird als umso bedeutender empfunden, je einheitlicher und wiedererkennbarer es sich in der Öffentlichkeit präsentiert.

Wiedererkennbarkeit? Corporate Design als Herausforderung.

Wiedererkennbarkeit durch einheitliches Design

Es ist wie mit dem Kontakt zu anderen Menschen. Einem Menschen, der in unserer Straße wohnt und sich in der Nachbarschaft als Herr Schmidt vorstellt, von uns im Supermarkt als Herr Lehmann angesprochen werden will und in der Sparkasse, wo er arbeitet, ein Schildchen mit dem Namen Herr Schulz trägt, werden wir kaum mit Vertrauen begegnen.

Naheliegend, einem Unternehmen ein möglichst einheitliches (und leicht wiederzuerkennendes) Antlitz zu verleihen. Man nennt diese Bestrebung Corporate Design. Die Elemente des Corporate Designs wie Namen, Schrifttype, Leitfarben, Claims (Werbesprüche) usw. werden mindestens für alle Außenbeziehungen des Unternehmens verbindlich.

Auch die Internetadresse ist ein Element des Corporate Designs, und zwar ein wesentliches. Kein Schriftstück, keine Werbetafel, keine Folie für Geschäftsfahrzeuge ohne diesen Verweis. Im Idealfall geht von einzelnen Elementen des Corporate Designs bereits eine Wirkung des Wiedererkennens aus. Beliebte Beispiele sind die Leitfarben Magenta und Grau eines Telekommunikationsanbieters oder die abgerundete, serifenlose Schrift eines Automobilherstellers.

Auf zweierlei Weise können die Internetadresse und die anderen Elemente des Corporate Designs zusammengeführt werden. Besteht schon ein Corporate Design, so wird die Internetadresse in das bestehende Design integriert. Gibt es kein Corporate Design, so lohnt es meist, dieses um die Web-Adresse herum zu entwickeln.

Von größerem Interesse dürfte der zweite Fall sein. Nach der wohlbegründeten Wahl der geschäftlichen Schlüsselbegriffe und der Wahl des Domainnamens werden die weiteren Elemente nach Kriterien der thematischen Zugehörigkeit, Auffälligkeit und Einzigartigkeit gewählt. Dabei steht die Zielgruppe, die mit diesem Design angesprochen werden soll, unbedingt im Vordergrund. Es liegt nahe, dass die Vermarktung eines Seniorenhotes anderer Stilmittel bedarf als die Bewerbung einer Jugendherberge.

Knackpunkt 1: Ein noch so perfekt entwickeltes Corporate Design bewirkt nichts, wenn es nicht ausnahmslos angewendet wird. Knackpunkt 2: Auch ein wirklich gutes Corporate Design kommt in die Jahre und muss fortentwickelt werden. Dabei bedarf es Fingespitzengefühles, damit eine brucharme Wiedererkennbarkeit gewährleistet bleibt.