MarketingUsedom

Die Beschränkung auf die Fremdbewerbung durch Verzeichnisdienste spart betriebliche Ressourcen, reduziert jedoch Chancen anderer Werbekanäle und Prozessoptimierungen.

Gut aufgestellt: Hotel an der Strandpromenade des Ostseebades Ahlbeck.

Geschäftsmodelle: Hotels

Obwohl Hotelbetriebe zumeist eine nicht eben üppige Marge erzielen, verfügen sie über ein größeres Budget für Marketing-Maßnahmen. Die meisten Hotels verfügen zudem über eine definierte Landschaft von Geschäftsprozessen und haben ein Corporate Design. Nicht viele Hotels haben jedoch eine Marketing-Strategie und noch weniger Hotels besitzen eine neuen Medien hinreichend genügende Markting-Strategie.

Der überwiegende Teil der Hotelbetriebe verlässt sich hinsichtlich der Vermarktung auf Verzeichnisdienste, zumeist in Gestalt von Provisionsmodellen. Mit diesem Schritt ist nahezu das gesamte Online-Marketing ausgelagert und der eigenen Gestaltung in weiten Teilen entzogen. Der Vorteil liegt in der geringen Bindung betrieblicher Ressourcen und der professionellen, zentralen Bewerbung. Auch Bewertungen werden auf den Präsenzen dieser Verzeichnisdienste abgegeben. Die eigene Unternehmensseite im Internet dient eher der Vervollständigung der Werbemittel und weniger dem aktiven Verkauf.

Im Wesentlichen gelten alle Bemerkungen, die zu Verzeichnisdiensten gemacht wurden. Wenn das Verhältnis zwischen Besucherzahl und Inseratenanzahl des Verzeichnisdienstes akzeptabel ist, ist dieser Weg sinnvoll. Professionell betriebene Verzeichnisdienste bieten Statistiken an, die zeigen, wie oft ein Inserat angezeigt wurde, wie oft dieses angesehen wurde und wieviele Buchungsanfragen im Zeitraum übermittelt wurden. Die Chancen weiterer Kanäle wie Communities, Social Media und eine starke eigene Internetpräsenz liegen brach.

Für Hotelbetreiber lohnt es durchaus abzuwägen, ob zusätzliche Aufwände für Marketing-Maßnahmen einen ausreichenden Mehrertrag bewirken. Dabei muss nicht unbedingt eine aufwändig erstellte eigene Internet-Präsenz das Mittel der Wahl sein. Eine eigene Fan-Seite auf Facebook ist z. B. recht aufwandsarm erstellt und ermöglicht einen Dialog mit Kunden.

Weitere Potenziale können auf dem Gebiet bestehender und zu optimierender Geschäftsprozesse, wie der Aktivierung der Kunden Bewertungen abzugeben, und des Bewertungsmanagements realisiert werden.