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Klug geplante, perfekt formulierte, dramaturgisch durchdachte Mailings an Adressaten, die ihre Einwilligung dazu erklärt haben, können beachtliche Umsatzanteile generieren.

Taubenpost war gestern: Mit Mailing-Aktionen Umsatz generieren.

Online-Marketing: Mailings

Viele auf Online-Marketing fokussierte Unternehmen generieren einen beachtlichen Teil ihres Umsatzes aus Mailing-Aktionen. Es gibt die klassische Variante, Briefe mit der Post zu versenden, die an dieser Stelle nicht betrachtet werden soll. Wir verstehen unter Mailings die nach Einwilligung versendeten E-Mails. Ohne Einwilligung versendete E-Mails sind grundsätzlich verboten und Spam. Auch wenn keine rechtlichen Schritte folgen, dürfte nicht nur das Risiko überwiegen sondern auch der werbliche Nutzen nicht eintreten.

Wie erhält man die Einwilligung, E-Mails zuzusenden? Mehrere Wege kommen infrage:

  1. Besucher der Internet-Präsenz können eine auf (allen) Unterseiten angebrachte Schaltfläche anklicken, mit Hilfe derer sie ihre Einwilligung erklären und ihre E-Mail-Adresse hinterlassen können
  2. in übersendeten Vertragsunterlagen kann der Kunde seine Einwilligung erklären und seine E-Mail-Adresse eintragen
  3. während einer telefonischen oder direkten Kontaktaufnahme kann das Einverständnis hergestellt werden

Liegt die Einwilligung einer sinnvollen, minimalen Anzahl von Interessenten vor, ist zunächst der Zweck der Mailings zu finden. Dieser kann in der Information über neue Produkte, Leistungen, Sonderangebote, Aktionen usw. bestehen, er kann dazu dienen, das Unternehmen wieder einmal in Erinnerung zu bringen oder die üblichen Höflichkeitsregeln zu befolgen (z. B. Weihnachtsgrüße). Es empfiehlt sich, einen vernünftigen zeitlichen Rhythmus zu finden. Eine E-Mail an jedem Tag dürfte eher belästigen als nutzen; eine E-Mail alle zwei Jahre das Ziel verfehlen. Je nach Unternehmen und Zielgruppe liegt eine angemessene Frequenz zwischen allen zwei Monaten und jedem halben Jahr. Ausgenommen sind wirklich wichtige Ankündigungen außergewöhnlicher Aktivitäten.

Bei der Gestaltung und Formulierung der E-Mails sind einige Punkte zu beachten:

  1. Nicht jedes E-Mail-Programm kann HTML-Mails darstellen. Ein einfaches Text-Format spart Übertragungszeit und Speicherplatz.
  2. Viele und große Fotos, Grafiken oder Animationen kosten Übertragungszeit und Speicherplatz und rufen deshalb häufig Verärgerung hervor. Zudem blocken manche E-Mail-Programme diese Elemente.
  3. Finden Sie einen sehr knappen und dennoch fesselnden Betreff - er entscheidet über Erfolg (Lesen) oder Misserfolg (Löschen).
  4. Formulieren Sie knapp, pointiert und kurzweilig ohne schnoddrig oder gezwungen witzig zu sein. Ihr Adressat hat vielleicht wenig Zeit oder bekommt sehr viele E-Mails.
  5. Heben Sie sich die wesentliche Aussage für ein post scriptum auf. Aufgrund der visuellen Absetzung und des logischen Flusses wird dem p. s. große Aufmerksamkeit zuteil.
  6. Geben Sie eine klare und erprobte Handlungsanweisung. Diese wird i. d. R. ein Link auf eine bestimmte Unterseite Ihrer Unternehmensseite sein, in der z. B. das Sonderangebot vorgestellt wird. Die Handlungsanweisung kann auch in einer Telefonnummer bestehen.
  7. Geben Sie dem Adressaten in jeder Mail die Möglichkeit, Ihren Newsletter oder Ihre Mailings abzubestellen. So ist Ihr Adressat immer Herr des Verfahrens und fühlt sich korrekt behandelt.