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Wenn Verzeichnisdienste eine günstige Relation zwischen Besucherzahl und Anzahl der Annoncen oder eine sehr gute Positionierung zu für Ihr Unternehmen wichtigen Suchbegriffen haben, lohnt ein Eintrag.

Verzeichnisdienst: Bilderverkauf an der Strandpromenade von Ahlbeck.

Online-Marketing: Verzeichnisdienste

Die Erstellung einer wirksamen eigenen Internet-Präsenz ist mit erheblichen Aufwänden verbunden: Erst eine gute Platzierung in den Ergebnislisten von Suchmaschinen generiert Umsatz und Ertrag. Eine sinnvolle Alternative sind (kostenpflichtige) Verzeichnisdienste. Gegen eine Gebühr für einen festen Zeitraum oder gegen eine Provision kümmert sich der Betreiber des Verzeichnisdienstes um alles weitere.

Wirklich? Die meisten Verzeichnisdienste bieten eine gute Leistung für einen vernünftiges Entgelt. Die Ausnahmen hiervon erzeugen Mühe und Kosten, bringen jedoch keinen Umsatz. Aber auch die seriösen, engagiert betriebenen Verzeichnisdienste lohnen einen kritischen Blick.

In allererster Näherung kann man einen Verzeichnisdienst mit einfachem mathematischen Kalkül bewerten. Als erstes lohnt es, die Besucherzahlen abzuschätzen. Der Internetdienst Alexa bietet zu jeder Website interessante Angaben über relative Besucherzahlen und die Anzahl der je Besucher durchschnittlich besuchten Unterseiten. Danach richten wir unseren Blick auf die Anzahl der veröffentlichten Inserate. Häufig werben die Verzeichnisdienste mit dieser Zahl, so dass die Anzahl leicht in Erfahrung zu bringen ist. Im Mittel wird sich die Summe der Besucher auf die Anzahl der Inserate verteilen.

Haben wir es mit einem kleinen regionalen Verzeichnisdienst mit 100 Inseraten zu tun, das täglich von durchschnittlich 2000 Besuchern aufgesucht wird, so müssen wir zunächst die Anzahl jener Besucher abziehen, die entweder nach etwas anderem gesucht haben oder schon mit der Startseite unseres regionalen Verzeichnisdienstes unzufrieden wieder weggeklickt haben. Diese Größe nennt man Bounce Rate. Sie sei in unserem Beispiel 40%. Die Anzahl der je Besucher durchschnittlich besuchten Unterseiten sei in unserem Beispiel 4. Um zu irgendeinem Inserat zu gelangen, ist neben der Startseite mindestes eine Unterseite (Ort oder anderes Auswahlkriterium) aufzusuchen. Es verbleiben also 1200 Besucher am Tag, die potenziell jeweils 3 Inserate betrachten und sich auf 100 Inserate verteilen. Ihr Inserat würde also von 3 * 1200 / 100, also von 36 Besuchern je Tag betrachtet.

Nehmen wir nun eine kleine, nicht sonderlich aufwändig erstellte Unternehmensseite mit 100 Besuchern am Tag an. Sie hat in unserem Beispiel eine Bounce Rate von 50%, liegt also etwas schlechter in der Besuchergunst. Ein Klick reicht, um von jeder Seite auf Ihr kommerzielles Angebot zu gelangen, so dass die Anzahl der je Besucher durchschnittlich besuchten Unterseiten keine Rolle mehr spielt. Es sehen also 50 Besucher am Tag Ihr Angebot.

Auf den ersten Blick lohnt sich die Annonce in dem kleinen regionalen Verzeichnisdienst nicht sonderlich. Sie müssen ferner bedenken, dass die Annonce nicht nur Geld kostet, sondern auch einen Pflegeaufwand nach sich zieht: Dann und wann müssen Produkt- oder Leistungsbeschreibungen aktualisiert werden oder die Verfügbarkeit hat sich geändert.

Wenn jedoch der eben betrachtete Verzeichnisdienst zu einem Ihrer wesentlichen Schlüsselbegriffe bedeutend besser gefunden wird als Ihre Unternehmensseite, kann es durchaus sinnvoll sein zu annoncieren.